Mindest und Meldbestand
Die wirtschaftliche Lagerhaltung bedingt optimale Bestände
Die optimale Bestellmenge
Bestellungen sollten nicht nur zum richtigen Zeitpunkt beim richtigen
Lieferanten zu dem günstigsten Konditionen geordert werden, sondern
auch in einer möglichst wirtschaftlichen Menge, der optimalen Bestellmenge.
Größe Mengen ermöglichen häufig höhere Mengenrabatte sowie günstigere
Lieferungs- und Zahlungsbedingungen als der Einkauf von Mindermengen,
haben jedoch höhere Lagerkosten zur Folge.Daher sollte man möglichst
die Menge bestellen, bei der die Kosten pro beschaffter Mengeneinheit am
günstigsten sind.
Die optimale Bestellmenge wird im betriebswirtschaftlichen Sinn mit Hilfe der
Andlerschen Formel ermittelt. Sie berücksichtigt folgende
Einflussgrößen:
Jahresbedarf
Bestellfixe Kosten
Einstandspreis
Zinskosten
Lagerkostensatz
Die Formel lautet z.B. als Exceleingabe:
2*Jahresbedarf *bestellfixe Kosten/(Einstandspreis *(Zins+Lagerkosten)
Achtung: die Beschaffungszeit ( je Lieferant unterschiedlich) muss individuell ermittelt
und berücksichtigt werden. Diese Eingaben werden im Bereich Meldebestand erfaßt.
Mindest und Meldebestand
Bei der Lagerhaltung unterscheidet man verschiedene Bestandswerte. Meistens wird
mit Mindest– und Meldebestand gearbeitet.Unter Mindestbestand versteht man den
Bestand, der ständig im Lager verfügbar sein muß, um auch unvorhergesehenen Fällen
eine reibungslose Produktion beziehungsweise Auslieferung zu gewährleisten.
Der Meldebestand ist der Lagerbestand, bei dem das Lager aufgefüllt werden sollte.
Er liegt über dem Mindestbestand und hängt von den Produktions- und Absatzmengen,
Fertigungslosgrößen. Den Verpackungs- und Ladeeinheiten, dem betrieblichen Bestelldurchlauf
und der Lieferzeit ab.
Mit der folgenden Formel wird der Meldebestand ermittelt.
Meldebestand=(Tagesbedarf*Lieferzeit in Tagen)+Mindestbestand